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1. JDK Tools

Das JDK kommt mit einer ganzen Reihe von Kommandozeilen- und grafischen Werkzeugen. Diese Werkzeuge befinden sich im bin-Verzeichnis der JDK-Installation. Oftmals kommt man mit diesen Werkzeugen gar nicht in Kontakt, höchstens mit dem Programm java, was die JVM startet und Java-Programm ausführt. Selbst den Java-Compiler javac werden die wenigsten Entwickler von Hand aufrufen, weil die Übersetzung üblicherweise in der Entwicklungsumgebung stattfindet, oder automatisiert über Build-Tools wie Maven.

Dennoch gibt es wichtige Werkzeuge die Entwickler kennen müssen. Dazu gehören javadoc, jar, keytool und auch die grafischen Management-Tools wie jconsole. Einige Programme sind auch in den letzten Jahre Version wieder verschwunden, etwa das pack200 Werkzeug. Die Seite https://docs.oracle.com/en/java/javase/14/docs/specs/man/index.html dokumentiert alle Werkzeuge.

Neben den Werkzeugen aus dem JDK gibt es im Open-Source-Umfeld weitere wichtige Utilities. Von besonderer Relevanz ist Maven und Gradle; sie helfen bei der Verwaltung von Abhängigkeiten und beim Build.

Voraussetzungen

  • Mit Javadoc HTML-Dateien generieren können

  • Dateien in JAR-Archiven zusammenpacken können

  • Ausführbare JAR-Dateien erzeugen können

1.1. Javadoc

Es gilt jede öffentliche Klasse, Variable und Methode in Java zu kommentieren. Dafür gibt es ein eigenes Format, das sogenannte Javadoc.

1.1.1. Linien über Javadoc dokumentieren ⭐

Wir hatten zuvor die Klasse LinePrinter mit unterschiedlichen Linienmethoden deklariert. Wir kommen zu dieser Klasse zurück.

  • Dokumentieren die Klasse LinePrinter mit einem Javadoc-Kommentar.

  • Dokumentiere die Methoden lines(…​) mit einem Javadoc-Kommentar.

  • Mache anschließend die Klasse und ihre Methode öffentlich (stelle das Schlüsselwort public voran).

  • Erzeuge mit dem Javadoc-Tool die HTML-Dateien. Rufe es von der Kommandozeilen oder von der Entwicklungsumgebung aus heraus auf.

1.2. JAR-Dateien

Unter JAR (Java ARchive) versteht man zweierlei: ein Dateiformat und ein Werkzeug. JAR-Dateien fassen Klassendateien und Ressourcen zusammen und werden im Klassenpfad aufgeführt. Im Grunde sind das ZIP-Archive mit der Dateiendung jar. Wir können diese Java-Archive mit dem JDK-Werkzeug jar aufbauen und auspacken, oder sogar mit einem beliebigen ZIP-Tool. JAR-Dateien enthalten zudem Metadaten, wie etwa die Klasse mit einer main(…​)-Methode, so dass ein Programm mithilfe von java- jar ausgeführt werden kann.

1.2.1. Jar-Archive aufbauen und starten ⭐

  • Schreibe eine Applikation, die ein javax.swing.JFrame öffnet.

  • Packe die Klassendatei in ein Jar-Achiv. Erstelle eine kleine Batch-Datei, damit das Erstellen vereinfacht wird.

  • Öffne mit 7-Zip (oder ähnlichem) das Jar-Archiv und werfe einen Blick auf die Manifest-Datei. Packe das Archiv aus und modifiziere die Manifest-Datei so, dass man es mit Doppelklick unter Windows starten kann. Binde anschließend wieder alles zu einem Jar-Archiv zusammen.

  • Setze in das JFrame ein JLabel, welches aus einer Grafik besteht. Nutze zuerst eine Grafik von einer URL, und kopiere anschließend die Grafik in ein Unterverzeichnis images. Überlege, wie man die Grafik aus dem Verzeichnis genauso wie vom Jar-Archiv beziehen kann.